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Schlossberg - Unstrut km 20, die Region rund um 06636 Burgscheidungen

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Die Neid Ecke

Auf dem Schlosse zu Burgscheidungen lebten zwei Brüder, diese liebten aber nicht einander, wie es Brüdern zukommt, sondern sie lebten ständig in Zank und Streit.

Um dem Hasse des Bruders zu entgehen, baute sich der eine von beiden dem Schlosse gegenüber, auf einer Höhe, ein neues Schloß und tat alles, um den Neid seines Bruders zu erregen.

Noch heute heißt diese Stelle "die Neid-Ecke".

Quelle: Sagen und Legenden aus Nebra (Unstrut),
Gesammelt und neu erzählt von Rudolf Tomaszewski, Nebra 1987





Die Teufelskanzel

Der Teufel hatte einstens gewettet, in einer einzigen Nacht eine steinerne Brücke bei Kosen über die Saale zu bauen. Fast war der Bau vollendet, als in der Nähe ein Hahn krähte. Ein Bauer hatte sich zeitig in der Frühe auf den Weg nach Naumburg begeben, um auf dem Markt seine Waren feilzubieten. Neben Eiern, Butter und Käse trug er auch einen fetten Hahn in einem Tragkorb auf dem Rücken mit sich. Da damit der Tag angebrochen war, verlor der Teufel nicht nur seine Wette, sondern auch den ausbedungenen Lohn. Voller Zorn und Ärger hierüber erfaßte er einen Felsblock, um damit die Brücke zu zerstören. Er traf diese aber nicht, vielmehr fiel der Felsblock im Bibertal bei Tröbsdorf nieder. Dort liegt er noch, heute, Teufelskanzel nennt ihn ein jeder.

Quelle: Sagen und Legenden aus Nebra (Unstrut),
Gesammelt und neu erzählt von Rudolf Tomaszewski, Nebra 1987





Die goldene Ente

Als sich Levin Friedrich von der Schulenburg auf die Rückreise nach Sardinien anschickte, das sollte am 3. Oktober des Jahres 1728 geschehen, besichtigte er das bereits fertiggestellte Barockschloß Burgscheidungen.

Da überkam ihm ganz plötzlich die Ahnung, ihm könne auf der Rückreise etwas Ernsthaftes zustoßen. So fixierte er seinen letzten Willen und erbrachte das Bauopfer, damit seinem geliebten Schlosse kein Unglück zustoßen möge.

Der Baumeister wurde mit verbundenen Augen in die Kellerräume geführt, dort übergab man ihm eine goldene Ente mit 12 goldenen Eiern. Diese mußte er in eine Öffnung einmauern und anschließend alles wieder sauber angleichen und verputzen. Danach tat man ihm die Binde wieder um und führte ihn ans Tageslicht zurück.

Seit diesem Tage sitzt nun die goldene Ente mit ihren 12 goldenen Eiern irgendwo in den Fundamenten des Schlosses verborgen und wurde auch bisher - trotz eifrigen Suchens - von noch niemandem gefunden. Levin Friedrichs Ahnung jedoch trog nicht: er starb nach dieser Rückreise am 27. Mai 1729 in Turin, und nur sein Herz kehrte nach Burgscheidungen zurück.

Quelle: Sagen und Legenden aus Nebra (Unstrut),
Gesammelt und neu erzählt von Rudolf Tomaszewski, Nebra 1987

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